Mein Weg zum "Blaurock":
Wie aus meiner Vorstellung als Amateurfotograf zu erkennen war, bin ich im Februar 1951 im Sternzeichen "Wassermann" auf diese interessante Welt gekommen. Das dieses Sternzeichen mal Auswirkungen auf mein weiteres Leben haben könnte, hätte weder ich noch jemand in meiner Familie damals geahnt.
Als kleiner zarter Bub mit Holzroller hatte ich so verschiedene "Angstbereiche". Unübertroffen war für mich, wenn in unserer Stadt damals die Feuersirenen heulten. Also dann, alles fallenlassen und ab nach Hause
und verstecken. Hier hatte wohl eine gutgemeinte Erziehung versagt ...
Während meiner Zeit im SKET Magdeburg ging ich 1979 in das Zweigwerk nach Stendal. Hier lebte ich
dann mit meiner noch jungen Familie. Hier hatte ich dann auch meine einmalige Chance in die Reihen der Freiwilligen Feuerwehr ( FFW ) einzutreten. Ich war jetzt " 28 " und stolz als "Anwärter" diese blaue Uniform anziehen zu dürfen, ich hatte nun endlich erreicht was ich schon immer wollte ...
Weitere gute Jahre ab 1982 folgten dann in Magdeburg im VEB RFT Nachrichtenelektronik bis zum Ende der DDR 1990. Hier war ich neben meiner eigentlichen Arbeit auch in einer starken betrieblichen FFW tätig.
Des weiteren trat ich bedingt durch unsere jeweiligen Wohnlagen nacheinander zusätzlich in die örtlichen
Stadtteilwehren FFW Rothensee und später auch gegen Ende 1986 der FFW Olvenstedt ein.
In diesen ganzen Jahren absolvierte ich verschiedene Lehrgänge nach DDR-Standard.
Ein Offz.Lehrgang endete im April 1990 mit einem "DDR no Name Zertifikat" im Nichts ...
Ich war Oberlöschmeister und die DDR am Ende ... ich konnte es nicht fassen, wie ging es nun weiter ??
Die DDR-Betriebe aller Art wurden aufgelöst - der Ausverkauf für eine neue BRD begann und somit auch der Weg einer sehr ungewissen Zukunft zugewandt ...
Durch verschiedene persönliche "Umstrukturierungen" ging es arbeitsmäßig und feuerwehrmäßig weiter, so z.B. in Alfeld / Niedersachsen. Ab 1993 dann wieder voll in Magdeburg/Haldensleben tätig, war ich auch weiterhin der FFW Rothensee treu. Ab 1998 ging ich arbeitsmäßig in das Land Brandenburg in die
Uckermark bei Templin. Hier im Dorf Milmersdorf hatte ich eine Tätigkeit als Verkaufsleiter in einem Betonwerk. Eine Wohnung und neue Mitgliedschaft in einer guten Truppe der FFW Milmersdorf
( Stützpunktwehr ) war keine Frage, es ging hier fließend und heftig weiter. Die Geschäftsleitung hatte damit keine Probleme, so geht es eben auch und auf dem weiten Lande - weit und breit ohne eine BF sieht man das doch etwas anders ...
Verschiedene Lehrgänge so in der Landesfeuerwehrschule Eisenhüttenstadt und FTZ Prenzlau wurden von mir absolviert. Im Jahre 1999 wurde ich für treue 20 Jahre geehrt und 2002 wurde ich hier über das
Amt Gerswalde zum " Brandmeister " befördert !
Leider war aber der wirtschaftliche Schlußpunkt Ende 2002 gesetzt, geschuldet einer finanzschwachen, strukturarmen aber schönen nord-ostdeutschen weiten Region. Meine Firma aus dem Emsland schloß hier
ihre Niederlassung für immer ... die "Konkursmasse" wurde später demontiert und ging billig in den IRAN !!!
Zukunftsvisionen beendet !!
Also ging es wieder zurück zur Familie nach Magdeburg und später auch zu meiner altbekannten
FFW Olvenstedt. Das große Fest des "120. Jubiläums" stand 2006 auch in Aussicht und damit auch viel
umfangreiche vorbereitende Arbeiten.
Ich spezialisierte mich hier dann auf die Historienarbeit und schloß mich später auch der Magdeburger
Facharbeitsgruppe Feuerwehrhistorik mit vielen altbekannten Kameraden von damals an.
Eine Ehrung für "30 Jahre" Mitgliedschaft in der FFW erhielt ich hier bei der FFW Olvenstedt im Jahre 2009.
Somit kann ich heute im Jahre 2011 als junger Rentner mit "60" und nicht mehr im Einsatzdienst meine Kenntnisse in vielen Bereichen wie der Historie, der Bevölkerung sowie dem Nachwuchs hoffentlich noch
recht lange zur Verfügung stellen.
Somit ist auch von der damaligen Sirenen - und Feuerwehrangst eines kleinen Buben nicht viel geblieben.
Im Gegenteil, es konnte bei mir nie genug Feuerwehr sein, lieber einmal mehr wie zu wenig - man könnte ja was verpassen ... In diesem Sinne, retten wir unsere Historie in die Feuerwehrzukunft !

Amateurfotos



